
Methodik

Unsere Methodik für das Baugrundgutachten in Stuttgart beginnt mit einer gezielten Vorerkundung der geologischen Karten und Archivdaten. Anschließend führen wir Aufschlussbohrungen mit durchgehender Kerngewinnung nach DIN 4022 durch, ergänzt durch Rammsondierungen zur Bestimmung der Lagerungsdichte. Die entnommenen Bodenproben werden in unserem bodenmechanischen Labor auf Klassifikation, Scherfestigkeit und Steifemodul geprüft. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der spt-sondierung zur Erfassung der Tragfähigkeit in den typischen Wechsellagerungen Stuttgarts. Die Ergebnisse fließen in ein standortkonkretes Gutachten mit Gründungsempfehlung gemäß Eurocode 7.
Technische Referenzparameter
| Parameter | Referenzwert |
|---|---|
| Vorherrschender Bodentyp | Keuper (Gipskeuper, Lettenkeuper) und Lösslehm |
| Maximale Bodenbeschleunigung (PGA) | 0,05 g – 0,10 g (Erdbebenzone 1) |
| Typischer Grundwasserstand | 3 m – 8 m unter Gelände, lokal gespannt |
| Tiefe des Festgesteins | 10 m – 25 m (Keuperschichten) |
| Typische N60-Werte (SPT) | 10 – 30 (Löss), 30 – 50 (Keuper) |
Lokale Aspekte — Stuttgart
Stuttgart liegt im Neckarbecken mit einer komplexen Geologie aus Keuper-, Löss- und Kiesablagerungen. Die Böden weisen häufig eine geringe Tragfähigkeit auf, insbesondere in Tallagen mit weichen Lösslehmschichten. In Hanglagen ist mit Rutschungen zu rechnen, was eine detaillierte böschungsstabilität erfordert. Der Grundwasserstand variiert stark; in den Tälern kann er oberflächennah anstehen. Die Erdbebenzone 1 nach DIN EN 1998-1 erfordert eine seismische Bemessung für bestimmte Bauwerke. Typische Projekte in Stuttgart umfassen Wohnbebauung, Tiefgaragen und Gewerbebauten, die jeweils angepasste Untersuchungen benötigen.
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Anwendbare Normen
- DIN 18125 (Baugrund – Untersuchung von Bodenproben)
- Eurocode 7 (EN 1997-1: Geotechnische Bemessung)
- DIN 4022 (Bohrungen – Benennung und Beschreibung von Boden und Fels)
- DIN EN 1998-1 (Erdbebenbemessung, Erdbebenzone 1)
Häufig gestellte Fragen
Welche Bodentypen sind in Stuttgart typisch?
In Stuttgart dominieren Keupergesteine (Gipskeuper, Lettenkeuper) und Lösslehme. In den Tälern finden sich Kiese und Sande. Die Böden weisen oft eine geringe Tragfähigkeit auf und können bei Wassereintritt quellen oder setzen.
Ist ein Baugrundgutachten in Stuttgart gesetzlich vorgeschrieben?
Ja, gemäß der Landesbauordnung Baden-Württemberg ist für genehmigungspflichtige Bauvorhaben ein Baugrundgutachten erforderlich. Besonders in Stuttgart mit seinen komplexen Böden empfehlen wir dringend eine frühzeitige Erkundung.
Welche Normen gelten für das Baugrundgutachten in Stuttgart?
Es gelten DIN 18125 für Bodenuntersuchungen, Eurocode 7 (EN 1997-1) für die geotechnische Bemessung und DIN 4022 für die Bohrlochaufnahme. Zusätzlich ist die Erdbebennorm DIN EN 1998-1 für die Zone 1 zu beachten.