
Methodik

Unsere Methodik für das Baugrundgutachten in Ulm folgt einem strukturierten Ansatz: Zunächst führen wir eine aktenkundige Vorerkundung durch, um geologische Karten und bestehende Bohrungen auszuwerten. Vor Ort setzen wir auf eine Kombination aus spt-sondierung und Rammsondierungen, um die Tragfähigkeit und Schichtung des Untergrunds zu erfassen. Die entnommenen Proben werden in unserem bodenmechanischen Labor klassifiziert und auf Scherfestigkeit sowie Konsistenzgrenzen geprüft. Daraus leiten wir Gründungsempfehlungen ab, die auf den spezifischen Lasten Ihres Projekts basieren. Jede Untersuchung wird gemäß Eurocode 7 und DIN 4020 dokumentiert.
Technische Referenzparameter
| Parameter | Referenzwert |
|---|---|
| Vorherrschender Bodentyp | Donauschotter, sandige Kiese, tertiäre Sande und Tone |
| Maximale Bodenbeschleunigung (PGA) | 0,04 g (geringe Seismizität) |
| Typischer Grundwasserstand | 2,5–4,0 m unter Gelände (donauabhängig) |
| Tiefe des Felshorizonts | > 20 m (Keuper/Malm nicht aufgeschlossen) |
| Typischer N60-Bereich (SPT) | 15–40 (Mittelwert 28) |
Lokale Aspekte — Ulm
Ulm liegt im Südwesten Deutschlands am Übergang der Schwäbischen Alb zum Donautal. Die geologische Situation ist geprägt von quartären Donauschottern, die von tertiären Sanden und Tonen unterlagert werden. In den Hochlagen der Alb treten Verkarstungen auf, die jedoch in der Innenstadt selten sind. Die Grundwasserfließrichtung folgt der Donau, mit saisonalen Schwankungen von bis zu 1,5 m. In den Altstadtbereichen (z. B. Fischerviertel) sind historische Auffüllungen zu beachten. Für Bauvorhaben empfehlen wir stets eine standortbezogene Erkundung, da die Tragfähigkeit innerhalb weniger Meter stark variieren kann. Unser bodenmechanik-labor unterstützt Sie bei der genauen Klassifikation der Böden.
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Dienstleistungen in Ulm
Anwendbare Normen
- DIN 18125 (Bodenmechanik – Untersuchung von Bodenproben)
- Eurocode 7 (EN 1997-1: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik)
- DIN 4022 (Benennen und Beschreiben von Boden und Fels)
- DIN 1054 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau)
Häufig gestellte Fragen
Welche Bodenarten sind in Ulm typisch?
In Ulm dominieren quartäre Donauschotter (Kiese, Sande) sowie tertiäre Sande und Tone. In den Hanglagen der Alb können verwitterte Kalksteine auftreten. Eine genaue Erkundung ist ratsam, da die Schichtmächtigkeit variiert.
Ist in Ulm mit Erdbeben zu rechnen?
Ulm liegt in der Erdbebenzone 0 nach DIN EN 1998-1 mit einer maximalen Bodenbeschleunigung von 0,04 g. Die Gefährdung ist gering, dennoch sind standsichere Gründungen nach Eurocode 7 erforderlich.
Ist ein Baugrundgutachten in Ulm Pflicht?
Nach Landesbauordnung Baden-Württemberg (LBO) ist bei Neubauten und wesentlichen Änderungen eine Baugrunduntersuchung vorgeschrieben. Die DIN 4020 empfiehlt ein Gutachten, um Schäden zu vermeiden.