
Methodik

Unsere Methodik für Baugrundgutachten in Freiburg kombiniert Feld- und Laboruntersuchungen nach DIN EN 1997-1. Mittels SPT-Sondierung erfassen wir die Lagerungsdichte nichtbindiger Böden in typischen Tiefen von 5 bis 15 Metern. Parallel entnehmen wir gestörte und ungestörte Proben für die Klassifikation nach DIN 18196. Im bodenmechanischen Labor führen wir Korngrößenanalysen (DIN 18123) und Scherversuche (DIN 18137) durch. Die Ergebnisse fließen in standortspezifische Berechnungen der Bettungsmoduln und Setzungen ein – stets unter Berücksichtigung der lokalen Grundwasserverhältnisse und Seismizität.
Technische Referenzparameter
| Parameter | Referenzwert |
|---|---|
| Vorherrschender Bodentyp | Kies, Sand, Lösslehm (Wechsellagerung) |
| Maximale Bodenbeschleunigung (PGA) | 0,4 g (Erdbebenzone 3 nach DIN EN 1998-1) |
| Typischer Grundwasserstand | 2,0 bis 5,0 m unter Geländeoberkante |
| Felsuntergrundtiefe | > 20 m (Oberrheingraben, quartäre Lockergesteine) |
| Typische N60-Spitzendruckbereiche | 10–25 (Kies), 5–15 (Sand), < 5 (Lösslehm) |
Lokale Aspekte — Freiburg
Freiburg liegt im Oberrheingraben, einer aktiven Grabenbruchzone mit erhöhter Erdbebengefährdung (Zone 3). Der Baugrund besteht überwiegend aus quartären Kiesen und Sanden der Rheinebene, wechsellagernd mit Lösslehm aus dem Schwarzwaldvorland. Im Zentrum und in Wiehre steht Grundwasser oft ab 2 m Tiefe an, was aufwendige Wasserhaltungen erfordert. In höheren Lagen wie dem Lorettoberg finden sich verwitterte Gneise und Granite. Typische Schadensfälle sind Setzungsrisse durch Lösslehm und Grundwasserabsenkungen. Unser Team verfügt über umfassende lokale Erfahrung – vergleichbar mit unserem Baugrundgutachten in Stuttgart. Für detaillierte Hangstabilitätsanalysen verweisen wir auf die Böschungsstabilität.
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Dienstleistungen in Freiburg
Anwendbare Normen
- DIN EN 1997-1 (Eurocode 7)
- DIN EN 1998-1 (Eurocode 8, Erdbebenlasten)
- DIN 4020 (Geotechnische Erkundungen)
- DIN 18196 (Bodenklassifikation)
- DIN 18125 (Dichte, Wassergehalt)
Häufig gestellte Fragen
Welche Bodenarten sind in Freiburg typisch?
In Freiburg dominieren quartäre Kiese und Sande der Rheinebene, die als gut tragfähig gelten. In den Vorbergzonen und Hanglagen treten Lösslehme auf, die setzungsempfindlich sind. Im Schwarzwaldvorland finden sich verwitterte Festgesteine wie Gneis und Granit.
Ist ein Baugrundgutachten in Freiburg Pflicht?
Ja, nach DIN 4020 und der Landesbauordnung Baden-Württemberg ist bei Neubauten und wesentlichen Änderungen eine Baugrunduntersuchung erforderlich. Besonders in Erdbebenzone 3 sind standortspezifische Nachweise gemäß Eurocode 8 notwendig.
Welche Besonderheiten gelten für die Seismik in Freiburg?
Freiburg liegt in Erdbebenzone 3 mit einer maximalen Bodenbeschleunigung von 0,4 g. Der Baugrund kann je nach Schichtung zu Verstärkungseffekten führen. Ein Baugrundgutachten muss die seismischen Kennwerte (Scherwellengeschwindigkeit, Steifemodul) nach DIN EN 1998-1 ermitteln.