
Methodik

Unsere Methodik für das Baugrundgutachten in Neubrandenburg folgt einem standardisierten Ablauf: Zunächst werten wir vorhandene geologische Karten und Bohrdaten aus. Anschließend führen wir eine spt-sondierung nach DIN EN ISO 22476-3 durch, um die Lagerungsdichte und Tragfähigkeit der Bodenschichten zu ermitteln. Parallel entnehmen wir gestörte und ungestörte Bodenproben für das bodenmechanische Labor. Die Feldarbeiten werden durch Rammsondierungen und ggf. Drucksondierungen ergänzt. Abschließend erfolgt die geotechnische Kategorisierung nach DIN 18196 und die Bemessung der Gründungsparameter gemäß Eurocode 7.
Technische Referenzparameter
| Parameter | Referenzwert |
|---|---|
| Vorherrschender Bodentyp | Geschiebemergel, Sande, Kiese |
| Maximale Bodenbeschleunigung (PGA) | 0,4 m/s² (Erdbebenzone 0) |
| Typischer Grundwasserstand | 2–5 m unter Gelände |
| Tiefe des Festgesteins | > 20 m (quartäre Lockergesteine) |
| Typischer N60-Bereich (SPT) | 10–30 (Mittel- bis Grobsande) |
Lokale Aspekte — Neubrandenburg
In Neubrandenburg ist der Baugrund durch glaziale und fluvioglaziale Ablagerungen des Weichselhochglazials geprägt. Die typische Schichtenfolge besteht aus oberflächennahem Geschiebemergel, darunter Wechsellagerungen von Fein- bis Grobsanden und Kiesen. Lokal treten Torf- und Muddehorizonte in ehemaligen Schmelzwasserrinnen auf, die Setzungsempfindlichkeit bedingen. Die Grundwasserflurabstände variieren stark; in Tallagen (z. B. nahe Tollensesee) sind sie mit 1–2 m besonders hoch. Für Gründungen in diesen Bereichen empfehlen wir eine bodenmechanik-labor Analyse zur Bestimmung der Konsistenzgrenzen. Südlich der Altstadt finden sich häufig dicht gelagerte Kiese, die als tragfähiger Baugrund für Flachgründungen dienen.
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Dienstleistungen in Neubrandenburg
Anwendbare Normen
- DIN 4022
- DIN 18125
- DIN EN 1997-1 (Eurocode 7)
Häufig gestellte Fragen
Welche Bodenarten sind in Neubrandenburg typisch?
In Neubrandenburg dominieren glaziale Lockergesteine wie Geschiebemergel, Sande und Kiese. In Niederungen kommen organische Böden (Torf, Mudde) vor, die setzungsempfindlich sind und besondere Gründungsmaßnahmen erfordern.
Muss ich in Neubrandenburg ein Baugrundgutachten einholen?
Nach der Musterbauordnung (MBO) und den Landesbauvorschriften Mecklenburg-Vorpommerns ist bei Bauvorhaben ab der Gefährdungsklasse 2 ein Baugrundgutachten vorgeschrieben. Auch bei geringer Größe empfehlen wir es zur Risikominimierung.
Welche Normen gelten für Baugrundgutachten in Neubrandenburg?
Es gelten die DIN 4022 (Bohrprofile), DIN 18125 (Lastplattendruckversuch) und der Eurocode 7 (EN 1997-1) für die geotechnische Bemessung. Die Erdbebenzone 0 nach DIN EN 1998-1 erfordert keine besonderen seismischen Nachweise.