
Methodik

Unsere Methodik für das Baugrundgutachten in Landshut folgt einem stufenweisen Ansatz. Zunächst erfolgt eine aktenmäßige Vorerkundung (Geologische Karte, Altunterlagen). Anschließend führen wir gezielte Aufschlüsse durch – bevorzugt spt-sondierung nach DIN EN ISO 22476-3 sowie Rammsondierungen und Kleinbohrungen. Die Feldarbeiten werden durch bodenmechanische Laborversuche (z. B. DIN 18125) ergänzt. Auf Basis der gewonnenen Kennwerte bewerten wir Tragfähigkeit, Setzungen und Grundwasserverhältnisse. Die Ergebnisse fließen in ein normgerechtes Baugrundgutachten ein, das als Grundlage für die Gründungsplanung dient. Unser Vorgehen gewährleistet eine wirtschaftliche und sichere Bauausführung in Landshut.
Technische Referenzparameter
| Parameter | Referenzwert |
|---|---|
| Vorherrschender Bodentyp | Schluff, Ton, Sand, Kies (tertiär/quartär) |
| Maximale Bodenbeschleunigung (PGA) | 0,04 g (Erdbebenzone 0 nach DIN EN 1998-1/NA) |
| Typischer Grundwasserstand | 3–8 m unter Gelände (abhängig von Isar-Nähe) |
| Gründungsschicht (Festgestein) | Tertiäre Molasse (Ton-/Sandstein) ab 10–20 m Tiefe |
| Typischer N60-Bereich (SPT) | 10–30 (Schluff/Ton) bis 40–60 (Sand/Kies) |
Lokale Aspekte — Landshut
Die Geologie Landshuts wird durch die Isar und die tertiäre Molasse geprägt. Im Stadtgebiet wechseln quartäre Kiese und Sande (Niederterrasse) mit bindigen Molassesedimenten. Die Grundwasserfließrichtung folgt der Isar, wobei lokale Stauhorizonte zu Vernässungen führen können. Landshut liegt gemäß DIN EN 1998-1/NA in Erdbebenzone 0 (sehr geringe Gefährdung). Dennoch sind bei Bauvorhaben an Hängen (z. B. Achdorf, Berg ob Landshut) Standsicherheitsnachweise erforderlich. Typische Schadensfälle sind Setzungsrisse in tonigen Böden. Wir empfehlen daher für jedes Bauvorhaben ein standortbezogenes Baugrundgutachten. Unsere Expertise aus baugrundgutachten in Munich fließt in die Landshuter Projekte ein.
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Dienstleistungen in Landshut
Anwendbare Normen
- DIN EN 1997-1 (Eurocode 7)
- DIN 4022 (Boden- und Felsarten)
- DIN 18125 (Bodenmechanik – Wichte)
- DIN EN 1998-1/NA (Erdbebenlasten)
Häufig gestellte Fragen
Welche Bodenarten kommen in Landshut typischerweise vor?
In Landshut dominieren tertiäre Schluffe und Tone der Oberen Süßwassermolasse sowie quartäre Kiese und Sande der Isar-Niederterrasse. Die Böden weisen oft wechselnde Lagerungsdichten und Konsistenzen auf, was eine sorgfältige Erkundung erfordert.
Ist in Landshut ein Baugrundgutachten vorgeschrieben?
Ja, nach DIN 4020 ist für Bauvorhaben der Geotechnischen Kategorien 2 und 3 ein Baugrundgutachten erforderlich. In Landshut wird dies von den Bauaufsichtsbehörden eingefordert, insbesondere bei Hanglagen oder anspruchsvollen Gründungen.
Welche Normen sind für die Gründungsplanung in Landshut maßgeblich?
Maßgeblich sind Eurocode 7 (DIN EN 1997-1) für die geotechnische Bemessung sowie DIN 4022 für Bodenklassifikation. Für erdbebensichere Bauwerke gilt DIN EN 1998-1/NA, wobei Landshut in Zone 0 liegt.